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Inhalt
Aussehen und Wesen
Die Geweihschnecke (Clithon corona) ist eine kleine Rennschnecke aus Flussmündungen und Küstenflüssen des Indopazifiks. Ihr schwarzes oder braunes Gehäuse, manchmal gelb gebändert, trägt einen Kranz aus Stacheln, der ihr ein sehr eigenwilliges Aussehen gibt. Sie wird nur 1,5 bis 2 cm groß.
Sie gehört zu den besten Algenfressern für kleine Becken: Sie raspelt unermüdlich Scheiben, Steine und Blätter ab, lässt Pflanzen in Ruhe und kann sich, anders als viele Schnecken, im Süßwasser nicht vermehren, wird also nie zur Plage. Ideal für Nano-Becken, Garnelenaquarien und Einsteiger. Ihre Haltung ist unkompliziert, solange das Wasser nicht zu weich ist.
Pflege und Aquarium
Sie ist robust, ihr Gehäuse braucht aber mineralreiches Wasser.
- Wasser: mittelhart bis hart, neutraler bis leicht alkalischer pH-Wert. In weichem, saurem Wasser wird das Gehäuse angegriffen, vor allem Spitze und Stacheln.
- Kalzium: bei weichem Wasser eine Kalziumquelle (Mineralsalz, Kalkstein oder Sepiaschale) anbieten, sofern das den anderen Bewohnern nicht schadet.
- Abdeckung: Pflicht. Rennschnecken verlassen oft das Wasser und vertrocknen.
- Eingewöhnung: langsam per Tröpfchenmethode. Kupfer ist auch für Schnecken giftig.
- Auf dem Rücken: Auf glattem Boden kann sie sich manchmal nicht selbst umdrehen; hilf ihr.
Sie verträgt sich mit friedlichen Fischen und Garnelen. Schmerlen, Kugelfische und Krabben fressen Schnecken; ebenso ungeeignet sind frisch eingerichtete Becken ohne Algen. Für ein Nano-Becken reicht in der Regel eine einzige Schnecke.
Fütterung
Sie ernährt sich pflanzlich von Grünalgen, Kieselalgen und Biofilm. In sehr sauberen Becken mit Spirulina- oder Algentabletten und überbrühtem Gemüse (Zucchini) zufüttern. Bewegt sie sich tagelang nicht oder ist das Gehäuse stark angegriffen, Futterangebot und Wasserhärte prüfen. Mehrere Schnecken finden in kleinen Becken schnell nicht mehr genug zu fressen, besonders wenn auch Garnelen am Biofilm weiden.
Fortpflanzung
Im Süßwasser vermehrt sie sich nicht. Weibchen legen kleine, harte weiße Eikapseln auf Steine, Holz und Scheiben, doch die Larven brauchen Brackwasser und kommen im Aquarium nie durch. Die weißen Punkte lassen sich schwer entfernen und können die Deko verunstalten; mit Klinge oder Plastikkarte abschaben. Eine Vermehrung im Aquarium ist also ausgeschlossen.
Passende Mitbewohner
Arten aus unserer Datenbank, die bei Wasserwerten, Größe und Verhalten zu Geweihschnecke passen. Berechnet aus den Daten der einzelnen Steckbriefe.
Antennenwels Ancistrus sp. 100 l · 22–27 °C
Bitterlingsbarbe Puntius titteya 60 l · 23–27 °C
Sumatrabarbe Puntigrus tetrazona 100 l · 22–26 °C
Siamesischer Kampffisch Betta splendens 25 l · 24–28 °C
Goldfisch Carassius auratus 300 l · 10–24 °C
Metallpanzerwels Corydoras aeneus 80 l · 22–27 °C
Zebrabärbling Danio rerio 60 l · 18–25 °C
Amanogarnele Caridina multidentata 40 l · 18–28 °C
Red Cherry Garnele Neocaridina davidi 20 l · 18–27 °C
Guppy Poecilia reticulata 54 l · 22–28 °C
Molly (Spitzmaulkärpfling) Poecilia sphenops 100 l · 24–28 °C
Platy Xiphophorus maculatus 60 l · 20–26 °C Prüfe die Verträglichkeit deines ganzen Aquariums →
Nicht vergesellschaften mit
Beliebte Arten, die du nicht mit Geweihschnecke zusammen halten solltest – und warum.
- Prachtschmerle: frisst Schnecken
- Pfauenaugenbuntbarsch (Oscar): frisst Schnecken
Empfohlene Ausstattung
Was du für eine gute Haltung von Geweihschnecke brauchst, abgeglichen mit dem Angebot bei Amazon.
Häufige Fragen
Wie viele Liter braucht man für Geweihschnecke?
Mindestens etwa 20 Liter. Mehr Platz hilft immer, die Wasserwerte stabil zu halten.
Welche Wassertemperatur braucht man für Geweihschnecke?
Zwischen 22 und 28 °C bei einem pH-Wert von 7 bis 8.5.
Mit welchen Fischen lässt sich Geweihschnecke vergesellschaften?
Nach Wasserwerten, Größe und Verhalten passen Arten wie Antennenwels, Bitterlingsbarbe, Sumatrabarbe, Siamesischer Kampffisch und Goldfisch. Mit unserem Verträglichkeitsrechner kannst du dein ganzes Aquarium prüfen.


