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Inhalt
Aussehen und Wesen
Die Blasenschnecke (Physella acuta) ist eine kleine Schnecke von etwa 1 cm mit dünnem, durchscheinendem, linksgewundenem Gehäuse. Sie stammt aus Nordamerika, lebt heute aber fast weltweit, auch in Teichen und Gräben bei uns.
Kaum jemand kauft sie absichtlich: Sie kommt als blinder Passagier, meist als Laich auf den Blättern neuer Pflanzen. Daher ihr Ruf als „Plageschnecke“, obwohl sie für Fische, Garnelen und gesunde Pflanzen harmlos ist und Futterreste und weiche Algen frisst. Wer versteht, warum sie sich massenhaft vermehrt, kommt gut mit ihr zurecht.
Pflege und Aquarium
Sie überlebt in fast jedem Aquarium, selbst in kleinen 10-Liter-Behältern, in weichem oder hartem Wasser und in einem weiten Temperaturbereich. Sie ist extrem robust und kommt oft besser zurecht als die Fische.
- Warum sie sich vermehrt: Überfütterung, zerfallende Pflanzen oder schwache Filterung. Die Menge spiegelt das Futterangebot.
- Kontrolle: weniger füttern, tote Blätter entfernen, Mulm absaugen und abends ein überbrühtes Salatblatt einlegen, das man morgens samt Schnecken herausnimmt.
- Vorbeugen: neue Pflanzen kontrollieren oder in Alaun baden, oder In-vitro-Pflanzen kaufen.
Schneckenmittel besser meiden: Sie töten auch Garnelen und erwünschte Schnecken, und ein Massensterben kann den Ammoniakwert hochtreiben. Raubturmdeckelschnecken oder manche Schmerlen helfen, doch das will überlegt sein. Niemals in Gewässer oder Abfluss entsorgen.
Fütterung
Sie frisst praktisch alles: Futterreste, weiche Algen, Biofilm, abgestorbene Pflanzenteile und sogar tote Fische. Eigenes Futter braucht sie nicht. Im Gegenteil: Je weniger Futter übrig bleibt, desto weniger Blasenschnecken gibt es. Wer ein paar als Putzkolonne behalten möchte, muss nur die Reste der Fische liegen lassen.
Fortpflanzung
Sie ist Zwitter und kann sich selbst befruchten, ein einziges Tier reicht also für eine ganze Population. Die kleinen, durchsichtigen Laichballen mit mehreren Eiern klebt sie an Scheiben und Blätter; die Jungen schlüpfen nach ein bis zwei Wochen und sind wenige Wochen später geschlechtsreif. Sie lebt etwa ein Jahr, doch der schnelle Zyklus erklärt, warum sie scheinbar über Nacht auftaucht.
Passende Mitbewohner
Arten aus unserer Datenbank, die bei Wasserwerten, Größe und Verhalten zu Blasenschnecke passen. Berechnet aus den Daten der einzelnen Steckbriefe.
Antennenwels Ancistrus sp. 100 l · 22–27 °C
Bitterlingsbarbe Puntius titteya 60 l · 23–27 °C
Sumatrabarbe Puntigrus tetrazona 100 l · 22–26 °C
Siamesischer Kampffisch Betta splendens 25 l · 24–28 °C
Goldfisch Carassius auratus 300 l · 10–24 °C
Metallpanzerwels Corydoras aeneus 80 l · 22–27 °C
Zebrabärbling Danio rerio 60 l · 18–25 °C
Amanogarnele Caridina multidentata 40 l · 18–28 °C
Red Cherry Garnele Neocaridina davidi 20 l · 18–27 °C
Guppy Poecilia reticulata 54 l · 22–28 °C
Molly (Spitzmaulkärpfling) Poecilia sphenops 100 l · 24–28 °C
Platy Xiphophorus maculatus 60 l · 20–26 °C Prüfe die Verträglichkeit deines ganzen Aquariums →
Nicht vergesellschaften mit
Beliebte Arten, die du nicht mit Blasenschnecke zusammen halten solltest – und warum.
- Prachtschmerle: frisst Schnecken
- Pfauenaugenbuntbarsch (Oscar): frisst Schnecken
Empfohlene Ausstattung
Was du für eine gute Haltung von Blasenschnecke brauchst, abgeglichen mit dem Angebot bei Amazon.
Häufige Fragen
Wie viele Liter braucht man für Blasenschnecke?
Mindestens etwa 10 Liter. Mehr Platz hilft immer, die Wasserwerte stabil zu halten.
Welche Wassertemperatur braucht man für Blasenschnecke?
Zwischen 15 und 28 °C bei einem pH-Wert von 6.5 bis 8.5.
Mit welchen Fischen lässt sich Blasenschnecke vergesellschaften?
Nach Wasserwerten, Größe und Verhalten passen Arten wie Antennenwels, Bitterlingsbarbe, Sumatrabarbe, Siamesischer Kampffisch und Goldfisch. Mit unserem Verträglichkeitsrechner kannst du dein ganzes Aquarium prüfen.


