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Inhalt
Aussehen und Wesen
Die Rennschnecke (Neritina natalensis) lebt in Küstenflüssen und Flussmündungen im Osten und Süden Afrikas. Ihr rundliches Gehäuse von etwa 2-2,5 cm zeigt je nach Tier und Herkunft sehr unterschiedliche Muster: Am bekanntesten ist die Zebra-Rennschnecke mit schwarzen Streifen auf gelbem Grund, es gibt aber auch gepunktete und getigerte Formen.
Sie ist die Standardschnecke gegen Algen: Sie reinigt Scheiben, Steine, Holz und harte Blätter, ohne Pflanzen zu fressen, und kann sich im Süßwasser nicht vermehren, eine Schneckenplage ist also ausgeschlossen. Sehr gut geeignet für Einsteiger sowie für Pflanzen- und Garnelenbecken.
Pflege und Aquarium
Sie ist anspruchslos, doch einige Details machen den Unterschied.
- Wasser: mittelhart bis hart, pH ab 7. In weichem, saurem Wasser bekommt das Gehäuse Risse und Löcher.
- Abdeckung: Pflicht. Rennschnecken sind Ausbrecher und werden oft vertrocknet neben dem Becken gefunden.
- Algen: nicht in ein frisch eingerichtetes Becken setzen; ohne Algen und Biofilm kann sie verhungern.
- Eingewöhnung: langsam per Tröpfchenmethode. Viele Tiere kommen geschwächt aus dem Import.
- Kupfer: giftig. Vorsicht bei Fischmedikamenten.
- Auf dem Rücken: Liegt sie auf glattem Boden verkehrt herum, umdrehen.
Sie verträgt sich mit friedlichen Fischen, Garnelen und anderen Schnecken. Schmerlen, Kugelfische, Krabben und Buntbarsche, die sie angreifen könnten, meiden. Eine reglose Schnecke ist nicht immer tot: Riecht sie faulig, sofort entfernen.
Fütterung
Pflanzenfresser, der Grünalgen, braune Kieselalgen und Biofilm abraspelt. Wird das knapp, Spirulina- oder Algentabletten und überbrühtes Gemüse wie Zucchini oder Spinat anbieten. An der Oberfläche sucht sie kein Futter: Es gehört auf den Boden oder auf einen nahen Stein. Meist reicht ein Tier pro 20-40 Liter; bei mehr Schnecken geht das natürliche Futter aus und es muss öfter zugefüttert werden.
Fortpflanzung
Im Süßwasser vermehrt sie sich nicht. Sie legt kleine, harte weiße Eikapseln auf Steine, Holz und Scheiben, doch ihre Larven brauchen Brackwasser und schlüpfen im Aquarium nie erfolgreich. Für viele Halter sind diese weißen Punkte der einzige Nachteil; sie lassen sich mit einer Klinge oder Plastikkarte abschaben. Eine Plage ist daher ausgeschlossen.
Passende Mitbewohner
Arten aus unserer Datenbank, die bei Wasserwerten, Größe und Verhalten zu Rennschnecke passen. Berechnet aus den Daten der einzelnen Steckbriefe.
Antennenwels Ancistrus sp. 100 l · 22–27 °C
Bitterlingsbarbe Puntius titteya 60 l · 23–27 °C
Sumatrabarbe Puntigrus tetrazona 100 l · 22–26 °C
Siamesischer Kampffisch Betta splendens 25 l · 24–28 °C
Goldfisch Carassius auratus 300 l · 10–24 °C
Metallpanzerwels Corydoras aeneus 80 l · 22–27 °C
Zebrabärbling Danio rerio 60 l · 18–25 °C
Amanogarnele Caridina multidentata 40 l · 18–28 °C
Red Cherry Garnele Neocaridina davidi 20 l · 18–27 °C
Guppy Poecilia reticulata 54 l · 22–28 °C
Molly (Spitzmaulkärpfling) Poecilia sphenops 100 l · 24–28 °C
Platy Xiphophorus maculatus 60 l · 20–26 °C Prüfe die Verträglichkeit deines ganzen Aquariums →
Nicht vergesellschaften mit
Beliebte Arten, die du nicht mit Rennschnecke zusammen halten solltest – und warum.
- Prachtschmerle: frisst Schnecken
- Pfauenaugenbuntbarsch (Oscar): frisst Schnecken
Empfohlene Ausstattung
Was du für eine gute Haltung von Rennschnecke brauchst, abgeglichen mit dem Angebot bei Amazon.
Häufige Fragen
Wie viele Liter braucht man für Rennschnecke?
Mindestens etwa 20 Liter. Mehr Platz hilft immer, die Wasserwerte stabil zu halten.
Welche Wassertemperatur braucht man für Rennschnecke?
Zwischen 22 und 28 °C bei einem pH-Wert von 7 bis 8.5.
Mit welchen Fischen lässt sich Rennschnecke vergesellschaften?
Nach Wasserwerten, Größe und Verhalten passen Arten wie Antennenwels, Bitterlingsbarbe, Sumatrabarbe, Siamesischer Kampffisch und Goldfisch. Mit unserem Verträglichkeitsrechner kannst du dein ganzes Aquarium prüfen.


