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Inhalt
Aussehen und Wesen
Die Amanogarnele (Caridina multidentata, früher C. japonica) stammt aus Küstenflüssen in Japan und Taiwan. Ihren Namen verdankt sie dem Aquascaper Takashi Amano, der sie als Putzkolonne in seinen Pflanzenbecken berühmt machte. Sie ist durchscheinend, trägt eine Reihe rötlicher Punkte und Striche an den Seiten und wird etwa 5 cm groß, deutlich größer als eine Red Cherry.
Sie ist wohl die nützlichste Garnele überhaupt: Sie frisst Fadenalgen, Futterreste und Biofilm, ohne Pflanzen zu schaden, und kann dank ihrer Größe mit mehr Fischarten zusammenleben als Zwerggarnelen. Robust und aktiv, für Einsteiger mit eingefahrenem Becken geeignet.
Pflege und Aquarium
Sie ist hart im Nehmen, verträgt aber wie jede Garnele weder Kupfer noch abrupte Schwankungen.
- Becken: ab 40 Litern für eine kleine Gruppe; in großen Pflanzenbecken rechnet man zur Algenbekämpfung oft ein Tier pro 10-20 Liter.
- Gruppe: nicht streng gesellig, zeigt sich aber ab drei Tieren deutlich mehr.
- Eingewöhnung: langsam per Tröpfchenmethode. Nach dem Transport sind die Tiere oft gestresst.
- Kupfer: giftig; Vorsicht bei Algenmitteln und Medikamenten.
- Abdeckung: Pflicht. Verschlechtert sich das Wasser, klettern sie an Schläuchen und Kabeln hinaus.
Sie verträgt sich mit kleinen bis mittelgroßen friedlichen Fischen (Salmler, Bärblinge, Panzerwelse, Zwergfadenfische). Buntbarsche, große Barben und alles, was sie verschlucken kann, meiden. Beim Füttern ist sie ruppig und klaut Zwerggarnelen das Futter, greift sie aber nicht an.
Fütterung
Ein gefräßiger Allesfresser. Sie frisst Fadenalgen, weiche Pinselalgen, Biofilm und Futterreste. In sehr sauberen Becken mit Garnelenfutter, Futtertabletten und überbrühtem Gemüse zufüttern. Nicht hungern lassen, „damit sie mehr Algen frisst“: Eine gut ernährte Amano putzt weiter, eine ausgehungerte knabbert eventuell sehr weiche Pflanzen an. Zur Algenbekämpfung wirkt sie am besten im Team mit Rennschnecken und Otocinclus.
Fortpflanzung
Im Süßwasser vermehrt sie sich nicht. Weibchen tragen zwar oft Eier, doch die schlüpfenden Larven brauchen Brack- oder Meerwasser, um sich zu entwickeln, wie in ihrem natürlichen Zyklus zwischen Fluss und Meer. Im Süßwasser sterben sie nach wenigen Tagen. Eine Nachzucht ist nur mit speziellen Aufbauten mit steigendem Salzgehalt und Larvenfutter möglich und bleibt sehr erfahrenen Haltern vorbehalten.
Passende Mitbewohner
Arten aus unserer Datenbank, die bei Wasserwerten, Größe und Verhalten zu Amanogarnele passen. Berechnet aus den Daten der einzelnen Steckbriefe.
Antennenwels Ancistrus sp. 100 l · 22–27 °C
Bitterlingsbarbe Puntius titteya 60 l · 23–27 °C
Rennschnecke Neritina natalensis 20 l · 22–28 °C
Geweihschnecke Clithon corona 20 l · 22–28 °C
Metallpanzerwels Corydoras aeneus 80 l · 22–27 °C
Zebrabärbling Danio rerio 60 l · 18–25 °C
Guppy Poecilia reticulata 54 l · 22–28 °C
Molly (Spitzmaulkärpfling) Poecilia sphenops 100 l · 24–28 °C
Platy Xiphophorus maculatus 60 l · 20–26 °C
Keilfleckbärbling Trigonostigma heteromorpha 60 l · 22–27 °C
Glühkohlensalmler Hyphessobrycon amandae 40 l · 23–28 °C
Neonsalmler Paracheirodon innesi 60 l · 20–26 °C Prüfe die Verträglichkeit deines ganzen Aquariums →
Nicht vergesellschaften mit
Beliebte Arten, die du nicht mit Amanogarnele zusammen halten solltest – und warum.
- Sumatrabarbe: frisst Garnelen
- Siamesischer Kampffisch: frisst Garnelen
- Goldfisch: frisst Garnelen
- Diskusfisch: unverträgliche Temperaturen, frisst Garnelen
- Skalar: frisst Garnelen
- Gelber Labidochromis: frisst Garnelen
- Prachtschmerle: frisst Garnelen
- Oranda: frisst Garnelen
Empfohlene Ausstattung
Was du für eine gute Haltung von Amanogarnele brauchst, abgeglichen mit dem Angebot bei Amazon.
Häufige Fragen
Wie viele Liter braucht man für Amanogarnele?
Mindestens etwa 40 Liter für eine Gruppe von mindestens 3 Tieren. Mehr Platz hilft immer, die Wasserwerte stabil zu halten.
Welche Wassertemperatur braucht man für Amanogarnele?
Zwischen 18 und 28 °C bei einem pH-Wert von 6.5 bis 8.
Mit welchen Fischen lässt sich Amanogarnele vergesellschaften?
Nach Wasserwerten, Größe und Verhalten passen Arten wie Antennenwels, Bitterlingsbarbe, Rennschnecke, Geweihschnecke und Metallpanzerwels. Mit unserem Verträglichkeitsrechner kannst du dein ganzes Aquarium prüfen.
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