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Fisch-Steckbrief · Lebendgebärende

Platy

Platy (Xiphophorus maculatus): robuster, friedlicher Lebendgebärender für Einsteiger. Aquarium ab 60 Litern, hartes Wasser bei 20-26 °C und Gruppe ab 3 Tieren.

Von Das AcuarioSano-Team Aktualisiert am 3 Min. Lesezeit
Platy (Xiphophorus maculatus)
Foto: Marrabbio2 · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Kurzprofil

Xiphophorus maculatus

Wissenschaftlicher Name
Xiphophorus maculatus
Herkunft
Mittelamerika
Schwierigkeit
Leicht
Endgröße
6 cm
Mindestbecken
60 l
Mindestgruppe
3 Tiere
Temperatur
20–26 °C
pH
7–8,2
Härte (GH)
10–25 °dGH
Verhalten
Friedlich
Schwimmzone
Mittleres Wasser
Ernährung
Allesfresser
Lebenserwartung
3 Jahre
Fortpflanzung
Lebendgebärend
Pflanzenfreundlich
Ja
Garnelengeeignet
Ja

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Inhalt +

Aussehen und Wesen

Der Platy, auch Spiegelkärpfling genannt, ist einer der einfachsten und dankbarsten Lebendgebärenden. Er wird etwa 4 bis 6 cm groß, hat einen kräftigen Körper und ist in unzähligen Zuchtfarben erhältlich: Rot, Orange, Gelb, Blau, Schwarz, mit Mickymaus-Zeichnung an der Schwanzwurzel oder bunt gescheckt. Wildformen sind deutlich schlichter und leben in warmen, harten Flüssen, Gräben und Lagunen an der Atlantikseite Mexikos, Guatemalas und von Honduras.

Beliebt ist er, weil er ruhig und robust ist, ständig nach Futter sucht und in fast jedes Gesellschaftsbecken mit hartem Wasser passt. Er gehört zu den besten Fischen für den Einstieg, mit nur einer Warnung: Er vermehrt sich sehr leicht.

Pflege und Aquarium

Eine Gruppe von drei bis fünf Platys fühlt sich in einem eingefahrenen Aquarium mit 60 Litern wohl; wer mehrere Lebendgebärende kombiniert oder Nachwuchs behalten möchte, sollte 80 bis 100 Liter einplanen.

  • Wasser: mittelhart bis hart, neutraler bis alkalischer pH-Wert. Weiches, saures Wasser begünstigt Krankheiten. Er verträgt etwas kühlere Temperaturen als viele Tropenfische, braucht im Wohnzimmer aber trotzdem einen Heizer.
  • Verhältnis: ein Männchen auf zwei bis drei Weibchen oder eine gleichgeschlechtliche Gruppe, wenn kein Nachwuchs erwünscht ist. Männchen erkennt man am Gonopodium, der zu einem Begattungsorgan umgebildeten Afterflosse.
  • Einrichtung: robuste Pflanzen wie Anubias, Farne, Vallisnerien und Moos sowie freier Schwimmraum. Etwas Licht, das feine Aufwuchsalgen fördert, bietet Gelegenheit zum Abweiden.
  • Mitbewohner: Mollys, Guppys, Panzerwelse, Salmler für hartes Wasser, Rasboras, Antennenwelse und Garnelen.

Die häufigsten Fehler sind der Besatz eines nicht eingefahrenen Beckens und fehlende Pläne für den Nachwuchs. Setze Platys niemals in Teichen oder Flüssen aus.

Fütterung

Ein Allesfresser mit deutlichem Hang zu pflanzlicher Kost. Als Grundfutter dienen Flocken oder Granulat mit Spirulina oder Gemüse, ergänzt durch Artemia, Daphnien oder Mückenlarven; ab und zu kannst du blanchierte Zucchini oder Spinat anbieten. Platys weiden den ganzen Tag Algen ab und helfen so, das Becken sauber zu halten. Zwei kleine Mahlzeiten pro Tag reichen aus. Ein Fastentag pro Woche beugt Verstopfung und Blähungen vor, die bei überfütterten Lebendgebärenden häufig sind.

Fortpflanzung

Der Platy ist lebendgebärend: Nach etwa vier Wochen Tragzeit bringt das Weibchen 20 bis 60 voll entwickelte Jungfische zur Welt, und eine einzige Paarung kann mehrere Würfe hintereinander ergeben. Die Alttiere fressen einen Teil des Nachwuchses, deshalb sind Moos und Schwimmpflanzen als Versteck sinnvoll. Die Jungen fressen ab dem ersten Tag Staubfutter und Artemia-Nauplien. Überlege dir vorher, wohin mit ihnen: Fachhandel, Bekannte oder ein zweites Becken.

Passende Mitbewohner

Arten aus unserer Datenbank, die bei Wasserwerten, Größe und Verhalten zu Platy passen. Berechnet aus den Daten der einzelnen Steckbriefe.

Prüfe die Verträglichkeit deines ganzen Aquariums →

Nicht vergesellschaften mit

Beliebte Arten, die du nicht mit Platy zusammen halten solltest – und warum.

  • Diskusfisch: unverträgliche Temperaturen, unverträglicher pH-Wert, unverträgliche Wasserhärte
  • Prachtschmerle: unverträgliche Temperaturen, einer kann den anderen wegen der Größe fressen
  • Pfauenaugenbuntbarsch (Oscar): einer kann den anderen wegen der Größe fressen, unverträgliches Verhalten
  • Roter Neon: unverträglicher pH-Wert, unverträgliche Wasserhärte

Empfohlene Ausstattung

Was du für eine gute Haltung von Platy brauchst, abgeglichen mit dem Angebot bei Amazon.

60-Liter-Aquarien 7.9 AcuarioSano-Wertung: 7.9 von 10
Innenfilter fürs Aquarium 8.7 AcuarioSano-Wertung: 8.7 von 10
Aquarium-Heizstäbe 8.6 AcuarioSano-Wertung: 8.6 von 10
Flockenfutter für Zierfische 9.5 AcuarioSano-Wertung: 9.5 von 10
Wassertests fürs Aquarium 8.9 AcuarioSano-Wertung: 8.9 von 10

Häufige Fragen

Wie viele Liter braucht man für Platy?+

Mindestens etwa 60 Liter für eine Gruppe von mindestens 3 Tieren. Mehr Platz hilft immer, die Wasserwerte stabil zu halten.

Welche Wassertemperatur braucht man für Platy?+

Zwischen 20 und 26 °C bei einem pH-Wert von 7 bis 8.2.

Mit welchen Fischen lässt sich Platy vergesellschaften?+

Nach Wasserwerten, Größe und Verhalten passen Arten wie Antennenwels, Siamesischer Kampffisch, Metallpanzerwels, Zebrabärbling und Bitterlingsbarbe. Mit unserem Verträglichkeitsrechner kannst du dein ganzes Aquarium prüfen.

Platy: Ist die Haltung mit Garnelen möglich?+

Ja: Erwachsene Garnelen werden meist nicht gefressen, einzelne Jungtiere können aber verloren gehen. Viel Moos im Aquarium bietet dem Nachwuchs Verstecke.

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