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Inhalt
Aussehen und Wesen
Der Molly gehört zu den meistverkauften Lebendgebärenden überhaupt. Wildfische stammen aus Flüssen, Lagunen und Flussmündungen Mexikos und Mittelamerikas, im Handel finden sich aber fast nur Zuchtformen, oft mit anderen Poecilia-Arten vermischt: Black Molly, Dalmatiner, Gold-, Ballon- und Leierschwanzmolly.
Beliebt ist er, weil er lebhaft und neugierig ist und den ganzen Tag Algen von Scheiben und Deko abweidet. Dazu vermehrt er sich mühelos und ist damit ein klassischer Lernfisch. Für Einsteiger eignet er sich mit einer klaren Bedingung: Er braucht hartes, alkalisches Wasser. In weichem, saurem Wasser erkrankt er häufig, und genau daran scheitern viele erste Aquarien.
Pflege und Aquarium
Eine kleine Gruppe braucht mindestens 100 Liter und rund 80 cm Kantenlänge: Mollys werden größer als Guppys, belasten das Wasser stärker und schwimmen viel. Das Becken muss eingefahren sein, mit gutem Filter und Heizstab.
- Wasser: hart und alkalisch. Bei weichem Leitungswasser die Härte mit Aufhärtesalz oder kalkhaltigem Bodengrund anheben; etwas Meersalz ist optional, wenn die Härte bereits hoch ist.
- Verhältnis: ein Männchen auf zwei bis drei Weibchen, weil die Männchen ständig treiben.
- Einrichtung: robuste Pflanzen, freie Schwimmfläche und einige Rückzugsorte für die Weibchen.
Gut passen friedliche Arten mit ähnlichen Wasserwerten wie Platys, Schwertträger oder Regenbogenfische. Weichwasserarten sind ungeeignet. Typische Fehler sind zu weiches Wasser, seltene Wasserwechsel und zu kleine Becken; das begünstigt Pilz, Pünktchenkrankheit und das bekannte „Schaukeln“ (Shimmies). Fische niemals aussetzen.
Fütterung
Mollys sind Allesfresser mit starkem Hang zu Pflanzenkost. Als Basis eignet sich hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter mit Spirulina, ergänzt durch überbrühtes Gemüse (Zucchini, Spinat, geschälte Erbsen) und zweimal pro Woche Lebend- oder Frostfutter wie Artemia oder Daphnien.
Mehrere kleine Portionen am Tag sind besser als eine große. Das ständige Algenweiden hilft beim Sauberhalten, ersetzt aber kein Futter.
Fortpflanzung
Mollys sind lebendgebärend: Das Weibchen bringt alle vier bis sechs Wochen 20 bis 60 fertig entwickelte Jungfische zur Welt und kann Sperma für mehrere Würfe speichern. Erwachsene fressen den Nachwuchs, deshalb helfen dichte Bepflanzung oder Schwimmpflanzen als Versteck.
Die Jungen nehmen vom ersten Tag an zerriebenes Flockenfutter und Artemia-Nauplien. Überlege vorher, wohin mit so vielen Fischen: Händler, andere Aquarianer oder nur ein Geschlecht halten.
Passende Mitbewohner
Arten aus unserer Datenbank, die bei Wasserwerten, Größe und Verhalten zu Molly (Spitzmaulkärpfling) passen. Berechnet aus den Daten der einzelnen Steckbriefe.
Metallpanzerwels Corydoras aeneus 80 l · 22–27 °C
Rennschnecke Neritina natalensis 20 l · 22–28 °C
Geweihschnecke Clithon corona 20 l · 22–28 °C
Amanogarnele Caridina multidentata 40 l · 18–28 °C
Red Cherry Garnele Neocaridina davidi 20 l · 18–27 °C
Guppy Poecilia reticulata 54 l · 22–28 °C
Gelber Labidochromis Labidochromis caeruleus 200 l · 24–28 °C
Platy Xiphophorus maculatus 60 l · 20–26 °C
Schwertträger Xiphophorus hellerii 120 l · 22–27 °C
Feuermaulbuntbarsch Thorichthys meeki 200 l · 24–29 °C
Riesenbärbling Devario aequipinnatus 240 l · 20–26 °C
Schillerbärbling Danio albolineatus 80 l · 20–26 °C Prüfe die Verträglichkeit deines ganzen Aquariums →
Nicht vergesellschaften mit
Beliebte Arten, die du nicht mit Molly (Spitzmaulkärpfling) zusammen halten solltest – und warum.
- Diskusfisch: unverträgliche Temperaturen, unverträglicher pH-Wert, unverträgliche Wasserhärte
- Pfauenaugenbuntbarsch (Oscar): unverträglicher pH-Wert, einer kann den anderen wegen der Größe fressen, unverträgliches Verhalten
- Schmetterlingsbuntbarsch: unverträglicher pH-Wert
- Rotkopfsalmler: unverträglicher pH-Wert
- Roter Neon: unverträglicher pH-Wert, unverträgliche Wasserhärte
- Glühkohlensalmler: unverträglicher pH-Wert, einer kann den anderen wegen der Größe fressen
Empfohlene Ausstattung
Was du für eine gute Haltung von Molly (Spitzmaulkärpfling) brauchst, abgeglichen mit dem Angebot bei Amazon.
Häufige Fragen
Wie viele Liter braucht man für Molly (Spitzmaulkärpfling)?
Mindestens etwa 100 Liter für eine Gruppe von mindestens 4 Tieren. Mehr Platz hilft immer, die Wasserwerte stabil zu halten.
Welche Wassertemperatur braucht man für Molly (Spitzmaulkärpfling)?
Zwischen 24 und 28 °C bei einem pH-Wert von 7.5 bis 8.5.
Mit welchen Fischen lässt sich Molly (Spitzmaulkärpfling) vergesellschaften?
Nach Wasserwerten, Größe und Verhalten passen Arten wie Metallpanzerwels, Rennschnecke, Geweihschnecke, Amanogarnele und Red Cherry Garnele. Mit unserem Verträglichkeitsrechner kannst du dein ganzes Aquarium prüfen.
Molly (Spitzmaulkärpfling): Ist die Haltung mit Garnelen möglich?
Ja: Erwachsene Garnelen werden meist nicht gefressen, einzelne Jungtiere können aber verloren gehen. Viel Moos im Aquarium bietet dem Nachwuchs Verstecke.