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Was ein Innenfilter ist und wann er passt
Ein Innenfilter ist eine Pumpe mit Schwamm- oder Korbkörper, die untergetaucht im Aquarium sitzt und mit Saugnäpfen an der Scheibe hält. Er saugt das Wasser unten oder seitlich an, leitet es durch das Filtermaterial und gibt es oben über einen meist schwenkbaren Auslass zurück. Keine Schläuche, kein Ansaugen: hinsetzen, einstecken, läuft.
Für Becken von 40 bis 150 Litern ist er die gängigste Wahl. Darunter kann er zu groß sein oder zu viel Strömung machen; darüber reicht das geringe Filtervolumen nicht mehr und ein Außenfilter ist sinnvoller. Viele Komplett-Aquarien, etwa von Juwel, haben einen eingebauten Innenfilter als Filterkammer in einer Ecke, der nach demselben Prinzip arbeitet.
Förderleistung und Größe nach Litern
Wie bei jedem Filter gilt: das 3- bis 5-Fache des Beckenvolumens pro Stunde. Innenfilter geben meist einen Literbereich auf der Verpackung an, doch der ist optimistisch. Achte lieber auf die Förderleistung und vor allem darauf, wie viel Filtermaterial hineinpasst.
| Aquarium | Förderleistung (Richtwert) | Filtermaterial | Ideal für |
|---|---|---|---|
| 40-60 l | 200-300 l/h | ein Schwamm oder kleiner Korb | kleine Salmler, Garnelen, Betta (gedrosselt) |
| 60-100 l | 300-500 l/h | zwei Module oder Schwamm + Keramik | Gesellschaftsbecken |
| 100-150 l | 500-750 l/h | mehrere Module oder Eckfilterkammer | stärker besetzte Gesellschaftsbecken |
In einem ruhigen Gesellschaftsbecken mit Neonsalmlern und Panzerwelsen passt der mittlere Bereich perfekt. Für schwache Schwimmer wie den Kampffisch wähle ein Modell mit regelbarer Leistung oder richte den Auslass gegen die Scheibe.
Worauf du vor dem Kauf achtest
- Filtervolumen: Ein modularer Körper oder Körbe erlauben zusätzlich Keramik neben dem Schwamm, was die biologische Filterung deutlich verbessert.
- Leistungsregler: unverzichtbar bei Fischen mit langen Flossen, Jungfischen oder Garnelen.
- Schwenkbarer Auslass und Venturi: Ein Auslass Richtung Oberfläche bewegt das Wasser und bringt Sauerstoff; manche Modelle haben eine verschließbare Luftansaugung (Venturi).
- Einfaches Öffnen: Der Filterkörper sollte sich ohne Werkzeug und ohne halbe Beckenräumung vom Motor lösen lassen.
- Gute Saugnäpfe: Alte Saugnäpfe verhärten; Ersatz sollte leicht erhältlich sein.
Tipp: Bevor du den Filter zum Reinigen aus dem Wasser nimmst, schieb einen Beutel oder Becher darunter. So landet der angesammelte Schmutz nicht wieder im Becken.
Pflege ohne Bakterienverlust
Ein Innenfilter setzt sich schneller zu als ein Außenfilter, weil er weniger Material hat: Üblich ist ein Ausspülen alle 2-4 Wochen beim Wasserwechsel. Drück den Schwamm in einem Eimer mit Aquarienwasser aus, bis der Großteil des Schmutzes heraus ist, aber nicht bis er wie neu aussieht. Reinige gelegentlich auch das Laufrad, denn verfangene Reste mindern die Leistung und machen Geräusche.
Ein frisch eingesetzter Filter filtert am ersten Tag noch nicht biologisch: Die Bakterien brauchen Wochen, um ihn zu besiedeln. Halte dich an die Schritte zum Einfahren des Aquariums, bevor Fische einziehen, und lass beim Filterwechsel den alten noch einige Wochen neben dem neuen laufen.
Achtung: Wasch den Schwamm nicht unter dem Wasserhahn aus und ersetz ihn nicht komplett durch einen neuen. Ist er zerfallen, schneide den alten in zwei Hälften und tausche ihn in zwei Schritten im Abstand einiger Wochen. Im Filtermaterial leben die Bakterien: mehr dazu in unserem Vergleich der Filtermedien.
Typische Fehler
- Nur nach dem Literbereich auf der Verpackung kaufen, ohne Leistung und Filtervolumen zu prüfen.
- Den Filter so hoch montieren, dass er Luft zieht und klappert.
- Die Strömung bei Kampffischen, Jungfischen oder empfindlichen Pflanzen auf Maximum lassen.
- Ihn nachts wegen der Geräusche abschalten: Die Bakterien brauchen ständigen Durchfluss.
- Einen kleinen Innenfilter im Goldfischbecken nutzen, wo sehr viel Abfall anfällt.
Wir vergleichen Datenblätter, verifizierte Bewertungen und Praxiskriterien, testen die Produkte aber nicht selbst: Nimm die Modelle oben als Ausgangspunkt und prüfe Förderleistung und Filtervolumen im jeweiligen Angebot.
Häufige Fragen
Für wie viele Liter eignet sich ein Innenfilter?
Am praktischsten ist er zwischen 40 und 150 Litern. Darüber fehlt meist Filtervolumen und ein Außenfilter ist sinnvoller, auch wenn einige große modulare Innenfilter bis etwa 200 Liter schaffen.
Wie oft reinigt man einen Innenfilter?
Alle 2 bis 4 Wochen, am besten beim Wasserwechsel. Es reicht, den Schwamm in Aquarienwasser auszudrücken und das Laufrad von Resten zu befreien, ohne alles blitzblank zu machen, damit die Bakterien erhalten bleiben.
Darf man den Innenfilter nachts ausschalten?
Nein. Der Filter muss rund um die Uhr laufen: Ohne Wasserfluss fehlt den Bakterien, die Ammoniak abbauen, der Sauerstoff, und sie sterben schon nach wenigen Stunden ab. Ist er laut, prüfe lieber Laufrad oder Luftansaugung.
Innenfilter oder Rucksackfilter: Was ist besser?
Beide eignen sich für kleine und mittlere Becken. Der Innenfilter ist meist leiser und braucht keinen Platz hinter dem Aquarium; der Rucksackfilter spart Platz im Becken und lässt sich warten, ohne ins Wasser zu greifen.
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