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Inhalt
Aussehen und Wesen
Der Petricola-Fiederbartwels ist ein kleiner Wels aus dem Tanganjikasee mit cremefarbenem, schwarz gepunktetem Körper und schwarzen, weiß gesäumten Flossen. Er ist lebhaft, robust und zeigt sich anders als viele Welse auch tagsüber recht häufig, vor allem in der Gruppe.
Er gehört zu den beliebtesten Mitbewohnern in Becken mit afrikanischen Buntbarschen, weil er dasselbe harte, alkalische Wasser mag und durch Panzer und Stacheln gut vor rauen Nachbarn geschützt ist. Vorsicht beim Kauf: Vieles, was als „Petricola“ angeboten wird, sind ähnliche Arten (etwa S. lucipinnis) oder Zuchthybriden. Die Pflege ist fast gleich, aber gut zu wissen, wenn man die reine Art sucht.
Pflege und Aquarium
Er ist gesellig: Halte ihn in Gruppen ab vier Tieren. Einzeln wird er scheu, zu zweit kann einer den anderen drangsalieren. Für eine solche Gruppe samt Mitbewohnern sind 200 Liter mit ausreichender Kantenlänge ein sinnvolles Minimum.
- Hartes, alkalisches Wasser wie im Tanganjika- oder Malawibecken; in Weichwasser-Gesellschaftsbecken passt er nicht.
- Viele Steinaufbauten mit Höhlen und Spalten, damit jedes Tier ein Versteck hat.
- Sand oder feiner, runder Kies zum Schutz der Barteln.
- Gute Filterung und Sauerstoffversorgung; Nitratanreicherung verträgt er schlecht.
Mitbewohner: mittelgroße afrikanische Buntbarsche, andere Tanganjika-Fische und robuste Hartwasserarten. Nachts frisst er Jungfische, Garnelen und sehr kleine Fische. Vorsicht beim Herausfangen: Die Brustflossenstacheln verhaken sich leicht im Netz, besser mit einem Gefäß fangen.
Fütterung
Er ist ein unkomplizierter Allesfresser. Als Basis eignen sich hochwertige Futtertabletten und sinkendes Granulat, ergänzt durch Mückenlarven, Artemia, Mysis und etwas pflanzliche Kost. Am aktivsten frisst er abends, gib daher einen Teil der Ration beim Ausschalten des Lichts, damit zwischen gierigen Buntbarschen etwas für ihn bleibt. Nicht überfüttern, er setzt leicht an.
Fortpflanzung
Er gehört zur Gruppe der Kuckuckswelse: In der Natur schmuggeln diese Synodontis ihre Eier in das Ablaichen maulbrütender Buntbarsche, die sie dann ausbrüten. In Malawibecken ist das gelegentlich passiert, planen lässt es sich zu Hause aber nicht. Die meisten Tiere im Handel stammen aus Zuchtbetrieben mit Hormoneinsatz.
Passende Mitbewohner
Arten aus unserer Datenbank, die bei Wasserwerten, Größe und Verhalten zu Petricola-Fiederbartwels passen. Berechnet aus den Daten der einzelnen Steckbriefe.
Zebrabärbling Danio rerio 60 l · 18–25 °C
Guppy Poecilia reticulata 54 l · 22–28 °C
Molly (Spitzmaulkärpfling) Poecilia sphenops 100 l · 24–28 °C
Platy Xiphophorus maculatus 60 l · 20–26 °C
Schwertträger Xiphophorus hellerii 120 l · 22–27 °C
Rennschnecke Neritina natalensis 20 l · 22–28 °C
Geweihschnecke Clithon corona 20 l · 22–28 °C
Metallpanzerwels Corydoras aeneus 80 l · 22–27 °C
Gelber Labidochromis Labidochromis caeruleus 200 l · 24–28 °C
Blaupunktbuntbarsch Andinoacara pulcher 200 l · 22–28 °C
Australischer Regenbogenfisch Melanotaenia splendida 200 l · 22–28 °C
Prachtbarbe Pethia conchonius 150 l · 18–25 °C Prüfe die Verträglichkeit deines ganzen Aquariums →
Nicht vergesellschaften mit
Beliebte Arten, die du nicht mit Petricola-Fiederbartwels zusammen halten solltest – und warum.
- Diskusfisch: unverträgliche Temperaturen, unverträglicher pH-Wert
- Pfauenaugenbuntbarsch (Oscar): unverträglicher pH-Wert, einer kann den anderen wegen der Größe fressen, unverträgliches Verhalten
- Schmetterlingsbuntbarsch: unverträgliche Temperaturen, unverträglicher pH-Wert
- Perlhuhnbärbling: unverträglicher pH-Wert, einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Rotkopfsalmler: unverträglicher pH-Wert
- Roter Neon: unverträglicher pH-Wert
- Glühkohlensalmler: unverträglicher pH-Wert, einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Amanogarnele: frisst Garnelen
Empfohlene Ausstattung
Was du für eine gute Haltung von Petricola-Fiederbartwels brauchst, abgeglichen mit dem Angebot bei Amazon.
Häufige Fragen
Wie viele Liter braucht man für Petricola-Fiederbartwels?
Mindestens etwa 200 Liter für eine Gruppe von mindestens 4 Tieren. Mehr Platz hilft immer, die Wasserwerte stabil zu halten.
Welche Wassertemperatur braucht man für Petricola-Fiederbartwels?
Zwischen 23 und 27 °C bei einem pH-Wert von 7.5 bis 9.
Mit welchen Fischen lässt sich Petricola-Fiederbartwels vergesellschaften?
Nach Wasserwerten, Größe und Verhalten passen Arten wie Zebrabärbling, Guppy, Molly (Spitzmaulkärpfling), Platy und Schwertträger. Mit unserem Verträglichkeitsrechner kannst du dein ganzes Aquarium prüfen.
Petricola-Fiederbartwels: Ist die Haltung mit Garnelen möglich?
Nicht empfehlenswert: Wegen der Größe oder aus Instinkt werden Garnelen gefressen.


