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Inhalt
Aussehen und Wesen
Der Papageienplaty, auch Veränderlicher Spiegelkärpfling genannt, ist der etwas schlankere und größere Verwandte des gewöhnlichen Platys. Er wird etwa 6 bis 7 cm lang, und ausgewachsene Männchen zeigen oft einen gelblichen oder bläulichen Körper mit gelber oder oranger Schwanzflosse und rötlicher Rückenflosse, daher der Name. Es gibt außerdem Zuchtlinien mit Hochflosse und Farben wie Sunset oder Marigold. Die Art stammt aus dem Nordosten Mexikos, aus Flüssen und Bächen mit hartem Wasser, die kühler sind als die echten Tropen.
Er ist friedlich, robust und sehr lebhaft und eine gute Alternative zum gewöhnlichen Platy für alle mit kühler Wohnung oder einem Lebendgebärenden-Becken bei gemäßigter Temperatur. Für Einsteiger geeignet.
Pflege und Aquarium
Für eine Gruppe von drei bis fünf Tieren empfehlen wir 80 Liter oder mehr, denn er ist etwas größer und schwimmfreudiger als der gewöhnliche Platy und vermehrt sich genauso schnell.
- Temperatur: Er bevorzugt den kühleren Teil des tropischen Bereichs, etwa 20 bis 24 °C. Ganzjährig 27 bis 28 °C verkürzen seine Lebenserwartung. Ein Heizer ist trotzdem sinnvoll, um plötzliche Temperaturstürze im Winter zu vermeiden.
- Wasser: mittelhart bis hart, neutraler bis alkalischer pH-Wert, dazu regelmäßige wöchentliche Wasserwechsel.
- Verhältnis: ein Männchen auf zwei bis drei Weibchen oder eine gleichgeschlechtliche Gruppe.
- Einrichtung: robuste Pflanzen, offene Schwimmbereiche und eine Abdeckung, da er springen kann.
- Mitbewohner: andere Lebendgebärende, Panzerwelse, Rasboras, Danios, Garnelen und Fische, die ebenfalls hartes, etwas kühleres Wasser vertragen.
Er kreuzt sich mit dem gewöhnlichen Platy und dem Schwertträger; wer reine Linien möchte, hält sie getrennt. Setze ihn niemals in der Natur aus, denn in mehreren Ländern hat er sich bereits invasiv ausgebreitet.
Fütterung
Ein Allesfresser mit starkem Hang zu pflanzlicher Nahrung. Als Grundfutter eignen sich Spirulina-Flocken oder -Granulat, mehrmals pro Woche ergänzt durch Frost- oder Lebendfutter wie Artemia, Daphnien oder Mückenlarven und gelegentlich blanchiertes Gemüse. Feine Aufwuchsalgen weidet er ständig ab. Zwei kleine Mahlzeiten täglich reichen völlig aus. Trächtige Weibchen fressen mehr; du kannst die Portionen etwas erhöhen, solange keine Reste am Boden liegen bleiben.
Fortpflanzung
Der Papageienplaty ist lebendgebärend: Alle vier bis fünf Wochen bringt das Weibchen 20 bis 50 voll entwickelte Jungfische zur Welt und kann Sperma für mehrere Würfe speichern. Die Alttiere fressen einen Teil des Nachwuchses, daher helfen Moos und Schwimmpflanzen sehr. Männchen brauchen mehrere Monate, bis sie ihre endgültige Färbung zeigen. Die Jungen nehmen vom ersten Tag an Staubfutter und Artemia-Nauplien.
Passende Mitbewohner
Arten aus unserer Datenbank, die bei Wasserwerten, Größe und Verhalten zu Papageienplaty passen. Berechnet aus den Daten der einzelnen Steckbriefe.
Antennenwels Ancistrus sp. 100 l · 22–27 °C
Metallpanzerwels Corydoras aeneus 80 l · 22–27 °C
Zebrabärbling Danio rerio 60 l · 18–25 °C
Bitterlingsbarbe Puntius titteya 60 l · 23–27 °C
Sumatrabarbe Puntigrus tetrazona 100 l · 22–26 °C
Rennschnecke Neritina natalensis 20 l · 22–28 °C
Geweihschnecke Clithon corona 20 l · 22–28 °C
Goldfisch Carassius auratus 300 l · 10–24 °C
Pandapanzerwels Corydoras panda 60 l · 20–25 °C
Amanogarnele Caridina multidentata 40 l · 18–28 °C
Red Cherry Garnele Neocaridina davidi 20 l · 18–27 °C
Guppy Poecilia reticulata 54 l · 22–28 °C Prüfe die Verträglichkeit deines ganzen Aquariums →
Nicht vergesellschaften mit
Beliebte Arten, die du nicht mit Papageienplaty zusammen halten solltest – und warum.
- Diskusfisch: unverträgliche Temperaturen, unverträglicher pH-Wert, unverträgliche Wasserhärte
- Pfauenaugenbuntbarsch (Oscar): einer kann den anderen wegen der Größe fressen, unverträgliches Verhalten
- Schmetterlingsbuntbarsch: unverträgliche Temperaturen, unverträglicher pH-Wert
- Roter Neon: unverträglicher pH-Wert, unverträgliche Wasserhärte
Empfohlene Ausstattung
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Häufige Fragen
Wie viele Liter braucht man für Papageienplaty?
Mindestens etwa 80 Liter für eine Gruppe von mindestens 3 Tieren. Mehr Platz hilft immer, die Wasserwerte stabil zu halten.
Welche Wassertemperatur braucht man für Papageienplaty?
Zwischen 18 und 25 °C bei einem pH-Wert von 7 bis 8.2.
Mit welchen Fischen lässt sich Papageienplaty vergesellschaften?
Nach Wasserwerten, Größe und Verhalten passen Arten wie Antennenwels, Metallpanzerwels, Zebrabärbling, Bitterlingsbarbe und Sumatrabarbe. Mit unserem Verträglichkeitsrechner kannst du dein ganzes Aquarium prüfen.
Papageienplaty: Ist die Haltung mit Garnelen möglich?
Ja: Erwachsene Garnelen werden meist nicht gefressen, einzelne Jungtiere können aber verloren gehen. Viel Moos im Aquarium bietet dem Nachwuchs Verstecke.

