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Aussehen und Wesen
Der Gemeine Harnischwels wird oft als kleiner „Algenfresser“ mit 5 cm verkauft und gehört zu den am häufigsten unüberlegt gekauften Aquarienfischen. Meist handelt es sich um den Leopard-Segelschilderwels Pterygoplichthys pardalis oder nahe Verwandte, einen Harnischwels aus dem Amazonasbecken, der im Aquarium problemlos 35-45 cm erreicht und über 15 Jahre alt werden kann.
Er ist ein imposantes Tier mit gepanzertem, leopardgemustertem Körper, hoher segelartiger Rückenflosse und großem Saugmaul. Robust und eher ruhig ist er, doch Größe und Kotmenge machen ihn nur für sehr große Aquarien geeignet. Ausgesetzte Tiere sind in Teilen Amerikas und Asiens zur invasiven Art geworden und schädigen dort Uferböschungen.
Pflege und Aquarium
Ehrlich gesagt: Ein ausgewachsener Segelschilderwels braucht mindestens 500 Liter und ein Becken von 150-180 cm Länge. In 60 oder 100 Litern verkümmert er, belastet das Wasser und leidet. Überlege vor dem Kauf, wo er mit 40 cm leben soll; für ein normales Gesellschaftsbecken ist der Antennenwels die richtige Wahl.
- Sehr starke Filterung (großer Außenfilter oder mehrere Filter) und großzügige Wasserwechsel.
- Große Wurzeln und geräumige Höhlen, standfest aufgebaut.
- Robuste Pflanzen auf Holz oder Stein aufbinden, lose Pflanzen gräbt er aus.
Anderen Fischen gegenüber ist er meist ruhig, verteidigt als Adulttier aber sein Revier gegen andere Bodenfische und raspelt nachts mitunter die Schleimhaut langsamer, hochrückiger Fische wie Skalare oder Diskus ab. Kannst du ihn nicht mehr halten, gib ihn an einen Händler oder Verein ab. Niemals in der Natur aussetzen.
Fütterung
Er ist ein Allesfresser mit pflanzlichem Schwerpunkt und großem Appetit. Gib große pflanzliche Futtertabletten, überbrühtes Gemüse (Zucchini, Gurke, Süßkartoffel, Erbsen) und gelegentlich proteinreiches Futter. Holz liefert Ballaststoffe. Ein erwachsenes Tier frisst viel und scheidet entsprechend viel aus, also dosiere bewusst und entferne Reste, damit der Nitratwert nicht steigt.
Fortpflanzung
In der Natur gräbt er Bruthöhlen in schlammige Ufer, in denen das Männchen das Gelege bewacht. Im heimischen Aquarium lässt sich das nicht nachstellen: Handelstiere stammen aus Teichfarmen in Asien und Florida. Eine Zucht zu Hause ist praktisch ausgeschlossen, und gerade seine Vermehrung in warmen Flüssen hat ihn zur invasiven Art gemacht.
Passende Mitbewohner
Arten aus unserer Datenbank, die bei Wasserwerten, Größe und Verhalten zu Gemeiner Harnischwels passen. Berechnet aus den Daten der einzelnen Steckbriefe.
Bitterlingsbarbe Puntius titteya 60 l · 23–27 °C
Sumatrabarbe Puntigrus tetrazona 100 l · 22–26 °C
Siamesischer Kampffisch Betta splendens 25 l · 24–28 °C
Zebrabärbling Danio rerio 60 l · 18–25 °C
Guppy Poecilia reticulata 54 l · 22–28 °C
Platy Xiphophorus maculatus 60 l · 20–26 °C
Keilfleckbärbling Trigonostigma heteromorpha 60 l · 22–27 °C
Glühkohlensalmler Hyphessobrycon amandae 40 l · 23–28 °C
Neonsalmler Paracheirodon innesi 60 l · 20–26 °C
Schwertträger Xiphophorus hellerii 120 l · 22–27 °C
Rennschnecke Neritina natalensis 20 l · 22–28 °C
Geweihschnecke Clithon corona 20 l · 22–28 °C Prüfe die Verträglichkeit deines ganzen Aquariums →
Empfohlene Ausstattung
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Häufige Fragen
Wie viele Liter braucht man für Gemeiner Harnischwels?
Mindestens etwa 500 Liter. Mehr Platz hilft immer, die Wasserwerte stabil zu halten.
Welche Wassertemperatur braucht man für Gemeiner Harnischwels?
Zwischen 22 und 28 °C bei einem pH-Wert von 6.5 bis 7.8.
Mit welchen Fischen lässt sich Gemeiner Harnischwels vergesellschaften?
Nach Wasserwerten, Größe und Verhalten passen Arten wie Bitterlingsbarbe, Sumatrabarbe, Siamesischer Kampffisch, Zebrabärbling und Guppy. Mit unserem Verträglichkeitsrechner kannst du dein ganzes Aquarium prüfen.
Gemeiner Harnischwels: Ist die Haltung mit Garnelen möglich?
Ja: Erwachsene Garnelen werden meist nicht gefressen, einzelne Jungtiere können aber verloren gehen. Viel Moos im Aquarium bietet dem Nachwuchs Verstecke.
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