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Inhalt
Aussehen und Wesen
Der Paradiesfisch, auch Großflosser oder Makropode genannt, gehörte Ende des 19. Jahrhunderts zu den ersten tropischen Aquarienfischen in Europa. Er stammt aus Südchina, Taiwan, Vietnam und Korea, wo er Reisfelder, Gräben und langsame Tümpel bewohnt. Männchen sind prächtig: rotorange und blaugrüne Querbinden, lange, spitz ausgezogene Flossen und ein blauer Kiemendeckelfleck. Es gibt auch Albino-, blaue und schwarze Formen.
Sein großer Vorteil ist die Robustheit: Er verträgt einen weiten Temperaturbereich und kommt in beheizten Wohnungen oft ohne Aquarienheizer aus. Seine Schwäche ist das Temperament. Männchen sind untereinander sehr aggressiv und belästigen kleine oder langsame Fische, daher passt er besser in ein auf ihn abgestimmtes Becken als in ein beliebiges Gesellschaftsaquarium.
Pflege und Aquarium
Ein Männchen, allein oder mit ein bis zwei Weibchen, braucht mindestens 80 Liter, ein eingefahrenes Becken und sanfte Filterung. Decke gut ab: Er springt und atmet an der Oberfläche, deshalb sollte unter der Abdeckung warme Luft stehen.
- Temperatur: ideal sind 18 bis 24 °C; im Winter verträgt er kühler, im Sommer etwas wärmer. In kalten Räumen sichert ein Heizer ab.
- Einrichtung: dichte Pflanzen, Schwimmpflanzen und Wurzeln, damit Weibchen dem Männchen ausweichen können.
- Ein Männchen pro Becken: zwei Männchen kämpfen bis zu Verletzungen.
- Mitbewohner: robuste, flinke Fische ähnlicher Größe wie Danios, Prachtbarben oder Schmerlen. Keine Kampffische, Schleierguppys, kleinen Guramis oder Garnelen.
Setze ihn nicht zu Goldfischen, nur weil beide kühleres Wasser vertragen: Ihre Ansprüche sind sehr verschieden. Und setze ihn niemals in Teiche oder Gewässer aus.
Fütterung
Er ist ein Allesfresser mit räuberischer Ader: In der Natur jagt er Mückenlarven, kleine Krebstiere und ins Wasser gefallene Insekten. Flocken und Granulat nimmt er an, die schönsten Farben zeigt er aber mit Frost- oder Lebendfutter mehrmals pro Woche, etwa Mückenlarven, Artemia, Daphnien oder Mysis. Füttere ein- bis zweimal täglich kleine Portionen und lege einen Fastentag pro Woche ein.
Fortpflanzung
Er zählt zu den am leichtesten zu züchtenden Labyrinthfischen. Bei 24 bis 26 °C baut das Männchen ein großes Schaumnest zwischen Schwimmpflanzen, umschlingt das Weibchen und bringt die Eier ins Nest, das es heftig verteidigt. Entferne das Weibchen nach dem Laichen, damit es nicht verletzt wird, und das Männchen, sobald die Jungen nach wenigen Tagen frei schwimmen. Erst Infusorien, dann Artemia-Nauplien: Die Brut wächst schnell.
Passende Mitbewohner
Arten aus unserer Datenbank, die bei Wasserwerten, Größe und Verhalten zu Paradiesfisch passen. Berechnet aus den Daten der einzelnen Steckbriefe.
Antennenwels Ancistrus sp. 100 l · 22–27 °C
Bitterlingsbarbe Puntius titteya 60 l · 23–27 °C
Sumatrabarbe Puntigrus tetrazona 100 l · 22–26 °C
Metallpanzerwels Corydoras aeneus 80 l · 22–27 °C
Molly (Spitzmaulkärpfling) Poecilia sphenops 100 l · 24–28 °C
Platy Xiphophorus maculatus 60 l · 20–26 °C
Keilfleckbärbling Trigonostigma heteromorpha 60 l · 22–27 °C
Schwertträger Xiphophorus hellerii 120 l · 22–27 °C
Rennschnecke Neritina natalensis 20 l · 22–28 °C
Geweihschnecke Clithon corona 20 l · 22–28 °C
Goldfisch Carassius auratus 300 l · 10–24 °C
Pandapanzerwels Corydoras panda 60 l · 20–25 °C Prüfe die Verträglichkeit deines ganzen Aquariums →
Nicht vergesellschaften mit
Beliebte Arten, die du nicht mit Paradiesfisch zusammen halten solltest – und warum.
- Siamesischer Kampffisch: zupft an langen Flossen
- Diskusfisch: unverträgliche Temperaturen
- Skalar: zupft an langen Flossen
- Guppy: zupft an langen Flossen
- Oranda: zupft an langen Flossen
- Pfauenaugenbuntbarsch (Oscar): einer kann den anderen wegen der Größe fressen, unverträgliches Verhalten
- Perlhuhnbärbling: einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Glühkohlensalmler: einer kann den anderen wegen der Größe fressen
Empfohlene Ausstattung
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Häufige Fragen
Wie viele Liter braucht man für Paradiesfisch?
Mindestens etwa 80 Liter. Mehr Platz hilft immer, die Wasserwerte stabil zu halten.
Welche Wassertemperatur braucht man für Paradiesfisch?
Zwischen 16 und 26 °C: eine Kaltwasserart, die in einer normalen Wohnung keinen Heizstab braucht. pH-Wert 6 bis 8.
Mit welchen Fischen lässt sich Paradiesfisch vergesellschaften?
Nach Wasserwerten, Größe und Verhalten passen Arten wie Antennenwels, Bitterlingsbarbe, Sumatrabarbe, Metallpanzerwels und Molly (Spitzmaulkärpfling). Mit unserem Verträglichkeitsrechner kannst du dein ganzes Aquarium prüfen.
Paradiesfisch: Ist die Haltung mit Garnelen möglich?
Nicht empfehlenswert: Wegen der Größe oder aus Instinkt werden Garnelen gefressen.


