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Inhalt
Aussehen und Wesen
Die Tigergarnele (Caridina mariae, oft als Caridina cf. cantonensis „Tiger“ gehandelt) stammt aus Südchina. Ihren Namen verdankt sie den feinen dunklen Streifen auf dem durchscheinenden oder bernsteinfarbenen Körper. Neben der Wildform gibt es begehrte Zuchtformen wie die Blue Tiger, die Orange Eye Blue Tiger (OEBT) und die Black Tiger.
Sie ist ein guter Zwischenschritt zwischen Neocaridina und Bienengarnelen: Sie toleriert etwas breitere Wasserwerte als die Crystal Red, bevorzugt aber weiterhin weiches, stabiles Wasser. Empfehlenswert für Halter mit etwas Garnelenerfahrung. Wie bei allen Garnelen sind ein eingefahrenes Becken und eine sorgfältige Eingewöhnung Pflicht.
Pflege und Aquarium
Sie mag weiches bis mittelhartes, eher kühles und sehr stabiles Wasser.
- Becken: ab 25 Litern, eingefahren, mit Moos, Laub und Holz für reichlich Biofilm.
- Wasser: weiches Leitungswasser oder ein Verschnitt aus Osmose- und Leitungswasser. Soil hilft, ist aber nicht so zwingend wie bei der Crystal Red.
- Temperatur: möglichst unter 25 °C; Wärme verkürzt die Lebensdauer.
- Eingewöhnung: langsam per Tröpfchenmethode.
- Kupfer: giftig. Jedes Mittel vor der Anwendung prüfen.
Sie ist friedlich und lebt mit Schnecken und Kleinstfischen zusammen, auch wenn der Nachwuchs in Becken mit Fischen meist verschwindet. Wer die Farbform rein halten will, setzt sie nicht mit Bienengarnelen (Crystal Red, Crystal Black) zusammen: Sie kreuzen sich zu sogenannten „Tibees“. Mit Neocaridina kreuzt sie sich nicht.
Fütterung
Allesfresser, der den ganzen Tag Biofilm und Algen abweidet. Mit Caridina-Futter, überbrühtem Gemüse und Seemandelbaumblättern ergänzen, in kleinen Portionen, die nach wenigen Stunden verzehrt sind. Etwas eiweißreiches Futter einmal pro Woche unterstützt tragende Weibchen. Ohne ausreichend Biofilm wachsen Jungtiere langsam oder überleben nicht; ein eingefahrenes Becken mit Laub ist daher wichtiger als teures Futter.
Fortpflanzung
Sie vermehrt sich im Süßwasser ohne Larvenstadium. Das Weibchen trägt die Eier etwa 4 Wochen unter dem Hinterleib, dann schlüpfen fertige Jungtiere, die sich im Moos verstecken. Kolonien wachsen langsamer als bei Neocaridina. Farbformen bringen immer wieder wildfarbene Jungtiere hervor; diese aussortieren, wenn eine einheitliche Linie gewünscht ist. Gute, stabile Wasserwerte fördern die Eiablage.
Passende Mitbewohner
Arten aus unserer Datenbank, die bei Wasserwerten, Größe und Verhalten zu Tigergarnele passen. Berechnet aus den Daten der einzelnen Steckbriefe.
Antennenwels Ancistrus sp. 100 l · 22–27 °C
Bitterlingsbarbe Puntius titteya 60 l · 23–27 °C
Rennschnecke Neritina natalensis 20 l · 22–28 °C
Geweihschnecke Clithon corona 20 l · 22–28 °C
Metallpanzerwels Corydoras aeneus 80 l · 22–27 °C
Zebrabärbling Danio rerio 60 l · 18–25 °C
Guppy Poecilia reticulata 54 l · 22–28 °C
Platy Xiphophorus maculatus 60 l · 20–26 °C
Keilfleckbärbling Trigonostigma heteromorpha 60 l · 22–27 °C
Glühkohlensalmler Hyphessobrycon amandae 40 l · 23–28 °C
Neonsalmler Paracheirodon innesi 60 l · 20–26 °C
Pandapanzerwels Corydoras panda 60 l · 20–25 °C Prüfe die Verträglichkeit deines ganzen Aquariums →
Nicht vergesellschaften mit
Beliebte Arten, die du nicht mit Tigergarnele zusammen halten solltest – und warum.
- Sumatrabarbe: frisst Garnelen
- Siamesischer Kampffisch: unverträgliche Temperaturen, frisst Garnelen
- Goldfisch: frisst Garnelen
- Diskusfisch: unverträgliche Temperaturen, frisst Garnelen
- Skalar: unverträgliche Temperaturen, frisst Garnelen
- Gelber Labidochromis: unverträgliche Temperaturen, unverträglicher pH-Wert, frisst Garnelen
- Prachtschmerle: unverträgliche Temperaturen, frisst Garnelen
- Oranda: frisst Garnelen
Empfohlene Ausstattung
Was du für eine gute Haltung von Tigergarnele brauchst, abgeglichen mit dem Angebot bei Amazon.
Häufige Fragen
Wie viele Liter braucht man für Tigergarnele?
Mindestens etwa 25 Liter für eine Gruppe von mindestens 10 Tieren. Mehr Platz hilft immer, die Wasserwerte stabil zu halten.
Welche Wassertemperatur braucht man für Tigergarnele?
Zwischen 18 und 25 °C bei einem pH-Wert von 6 bis 7.5.
Mit welchen Fischen lässt sich Tigergarnele vergesellschaften?
Nach Wasserwerten, Größe und Verhalten passen Arten wie Antennenwels, Bitterlingsbarbe, Rennschnecke, Geweihschnecke und Metallpanzerwels. Mit unserem Verträglichkeitsrechner kannst du dein ganzes Aquarium prüfen.


