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Inhalt
Aussehen und Wesen
Der Schwarzlinien-Harnischwels (Panaque nigrolineatus), oft als Königs-Panaque oder L190 gehandelt, gehört zu den eindrucksvollsten Harnischwelsen: ein massiger, graugrüner Körper mit feinen schwarzen Linien, rötliche Augen und ein großes Maul mit löffelförmigen Zähnen zum Raspeln von Holz. Er stammt aus Flüssen Kolumbiens, Venezuelas und des Amazonasbeckens.
Die 6-8 cm großen Jungtiere im Handel täuschen: Ausgewachsen erreicht er 35-40 cm und wird leicht über 15 Jahre alt. Für ein großes Südamerika-Becken ist er ein faszinierender Blickfang und ruhig gegenüber gleich großen Fischen, aber weder Algenfresser noch Fisch für ein durchschnittliches Gesellschaftsbecken. Nur kaufen, wenn langfristig genug Platz da ist.
Pflege und Aquarium
Ein erwachsenes Tier braucht mindestens 400 Liter und 150 cm Kantenlänge sowie eine sehr starke Filterung: Er frisst Holz und produziert reichlich Späne und Kot, die das Wasser schnell belasten.
- Viel Holz (Mopani, Mangrovenwurzel o. Ä.) ist für Verdauung und Verhalten unverzichtbar.
- Große Höhlen und schattige Bereiche; aktiv ist er vor allem in der Dämmerung.
- Häufige Wasserwechsel und Bodenabsaugen, um die Späne zu entfernen.
- Nur robuste Pflanzen auf Holz oder Stein, da er sie beschädigen kann.
Gegenüber mittelgroßen Freiwasserfischen ist er friedlich, anderen Harnischwelsen gegenüber, besonders der eigenen Gattung, aber sehr revierbildend: Üblich ist ein Einzeltier. Kleine Bodenfische werden leicht verdrängt. Wie andere große Harnischwelse raspelt er mitunter an langsamen, hochrückigen Fischen, daher Vorsicht mit Skalaren oder Diskus.
Fütterung
Holz ist fester Bestandteil seiner Ernährung, liefert ihm aber nur wenig Nährstoffe. Er braucht deshalb reichlich pflanzliches Futter: Gemüsetabletten sowie mehrmals pro Woche überbrühte Zucchini, Gurke, Süßkartoffel, Erbsen und Spinat. Gelegentlich etwas Proteinfutter ist in Ordnung, eiweißreiche Ernährung bekommt ihm jedoch nicht.
Fortpflanzung
Im Heimaquarium pflanzt er sich praktisch nicht fort. In der Natur laicht er in Höhlen oder Uferlöchern, und das Männchen bewacht das Gelege, doch Größe, Revierverhalten und anspruchsvolle Bedingungen machen eine Zucht zu Hause nahezu unmöglich. Handelstiere sind meist Wildfänge oder stammen aus spezialisierten Farmen.
Passende Mitbewohner
Arten aus unserer Datenbank, die bei Wasserwerten, Größe und Verhalten zu Schwarzlinien-Harnischwels passen. Berechnet aus den Daten der einzelnen Steckbriefe.
Bitterlingsbarbe Puntius titteya 60 l · 23–27 °C
Sumatrabarbe Puntigrus tetrazona 100 l · 22–26 °C
Siamesischer Kampffisch Betta splendens 25 l · 24–28 °C
Zebrabärbling Danio rerio 60 l · 18–25 °C
Guppy Poecilia reticulata 54 l · 22–28 °C
Platy Xiphophorus maculatus 60 l · 20–26 °C
Keilfleckbärbling Trigonostigma heteromorpha 60 l · 22–27 °C
Glühkohlensalmler Hyphessobrycon amandae 40 l · 23–28 °C
Neonsalmler Paracheirodon innesi 60 l · 20–26 °C
Schwertträger Xiphophorus hellerii 120 l · 22–27 °C
Rennschnecke Neritina natalensis 20 l · 22–28 °C
Geweihschnecke Clithon corona 20 l · 22–28 °C Prüfe die Verträglichkeit deines ganzen Aquariums →
Empfohlene Ausstattung
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Häufige Fragen
Wie viele Liter braucht man für Schwarzlinien-Harnischwels?
Mindestens etwa 400 Liter. Mehr Platz hilft immer, die Wasserwerte stabil zu halten.
Welche Wassertemperatur braucht man für Schwarzlinien-Harnischwels?
Zwischen 22 und 28 °C bei einem pH-Wert von 6.5 bis 7.5.
Mit welchen Fischen lässt sich Schwarzlinien-Harnischwels vergesellschaften?
Nach Wasserwerten, Größe und Verhalten passen Arten wie Bitterlingsbarbe, Sumatrabarbe, Siamesischer Kampffisch, Zebrabärbling und Guppy. Mit unserem Verträglichkeitsrechner kannst du dein ganzes Aquarium prüfen.
Schwarzlinien-Harnischwels: Ist die Haltung mit Garnelen möglich?
Ja: Erwachsene Garnelen werden meist nicht gefressen, einzelne Jungtiere können aber verloren gehen. Viel Moos im Aquarium bietet dem Nachwuchs Verstecke.



