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Inhalt
Aussehen und Wesen
Der Kardinalfisch (Tanichthys albonubes) verdankt seinen wissenschaftlichen Namen dem Weißwolkenberg bei Guangzhou in China, wo er in den 1930er-Jahren entdeckt wurde. Er wird etwa 4 cm groß, hat einen schlanken Körper mit goldenem oder silbrigem Längsband auf grünlich-bronzenem Grund und rot-weiß gezeichnete Flossen. Es gibt auch goldene und langflossige Zuchtformen.
In der Natur ist er heute sehr selten, im Hobby wird er aber seit Jahrzehnten gezüchtet, alle Tiere im Handel sind Nachzuchten. Er gehört zu den besten Einsteigerfischen: robust, friedlich, lebhaft und im Schwarm bei kühlem Wasser sehr farbig. Perfekt für unbeheizte Becken, Garnelenhalter und als realistische Alternative zum Goldfisch im kleinen Aquarium.
Pflege und Aquarium
Ein 60-Liter-Becken bietet Platz für einen Schwarm von 8-10 Tieren; in dieser Gruppengröße zeigen sie die schönsten Farben, und die Männchen imponieren mit gespreizten Flossen.
- Temperatur: kühles Wasser. Normale Zimmertemperatur passt meist; dauerhaft über 24-25 °C verblassen sie und leben kürzer. Keine Heizung nötig, außer in sehr kalten Räumen.
- Wasser: sehr tolerant bei pH und Härte; wichtig ist sauberes Wasser mit wöchentlich 25 % Wechsel.
- Einrichtung: viele Pflanzen (Javafarn, Wasserpest, Vallisnerien, Moos) und freie Schwimmzonen. Abdeckung empfohlen, sie springen.
Sehr friedlich, passt gut zu Garnelen, Schnecken, Medakas, kühlverträglichen Danios und Bärblingen sowie anderen kleinen Fischen für temperiertes Wasser. Nicht zu Goldfischen, die groß werden und ihn irgendwann fressen, und nicht zu Tropenfischen mit 26-28 °C. Typischer Fehler: Einzel- oder Paarhaltung; die Tiere werden scheu und blass.
Fütterung
Anspruchsloser Allesfresser. Er nimmt feines Flocken- und Mikrogranulatfutter und freut sich über Artemia, Daphnien, Cyclops und Mückenlarven, gefroren oder lebend, die seine Farben verstärken. Kleine Portionen ein- bis zweimal täglich. In kühlerem Wasser frisst er weniger, also nur so viel geben, wie in zwei Minuten verschwindet.
Fortpflanzung
Einer der am leichtesten zu züchtenden Fische. Er streut die Eier zwischen feinblättrige Pflanzen oder Moos und betreibt keine Brutpflege; im dicht bepflanzten Artbecken überleben viele Jungfische von allein, weil die Alttiere ihnen kaum nachstellen. Für mehr Nachwuchs einige Alttiere in ein kleines Becken mit Moos setzen und nach dem Ablaichen herausfangen. Die Jungen fressen zuerst Infusorien, dann Artemia-Nauplien.
Passende Mitbewohner
Arten aus unserer Datenbank, die bei Wasserwerten, Größe und Verhalten zu Kardinalfisch (Tanichthys) passen. Berechnet aus den Daten der einzelnen Steckbriefe.
Zebrabärbling Danio rerio 60 l · 18–25 °C
Pandapanzerwels Corydoras panda 60 l · 20–25 °C
Amanogarnele Caridina multidentata 40 l · 18–28 °C
Red Cherry Garnele Neocaridina davidi 20 l · 18–27 °C
Platy Xiphophorus maculatus 60 l · 20–26 °C
Neonsalmler Paracheirodon innesi 60 l · 20–26 °C
Perlhuhnbärbling Danio margaritatus 40 l · 20–25 °C
Marmorierter Panzerwels Corydoras paleatus 80 l · 18–24 °C
Riesenbärbling Devario aequipinnatus 240 l · 20–26 °C
Schillerbärbling Danio albolineatus 80 l · 20–26 °C
Zwergkärpfling Heterandria formosa 30 l · 20–26 °C
Paradiesfisch Macropodus opercularis 80 l · 16–26 °C Prüfe die Verträglichkeit deines ganzen Aquariums →
Nicht vergesellschaften mit
Beliebte Arten, die du nicht mit Kardinalfisch (Tanichthys) zusammen halten solltest – und warum.
- Bitterlingsbarbe: unverträgliche Temperaturen
- Siamesischer Kampffisch: unverträgliche Temperaturen
- Goldfisch: einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Diskusfisch: unverträgliche Temperaturen
- Skalar: unverträgliche Temperaturen, einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Zwergfadenfisch: unverträgliche Temperaturen
- Gelber Labidochromis: unverträgliche Temperaturen, einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Prachtschmerle: unverträgliche Temperaturen, einer kann den anderen wegen der Größe fressen
Empfohlene Ausstattung
Was du für eine gute Haltung von Kardinalfisch (Tanichthys) brauchst, abgeglichen mit dem Angebot bei Amazon.
Häufige Fragen
Wie viele Liter braucht man für Kardinalfisch (Tanichthys)?
Mindestens etwa 60 Liter für eine Gruppe von mindestens 8 Tieren. Mehr Platz hilft immer, die Wasserwerte stabil zu halten.
Welche Wassertemperatur braucht man für Kardinalfisch (Tanichthys)?
Zwischen 14 und 22 °C: eine Kaltwasserart, die in einer normalen Wohnung keinen Heizstab braucht. pH-Wert 6 bis 8.
Mit welchen Fischen lässt sich Kardinalfisch (Tanichthys) vergesellschaften?
Nach Wasserwerten, Größe und Verhalten passen Arten wie Zebrabärbling, Pandapanzerwels, Amanogarnele, Red Cherry Garnele und Platy. Mit unserem Verträglichkeitsrechner kannst du dein ganzes Aquarium prüfen.
Kardinalfisch (Tanichthys): Ist die Haltung mit Garnelen möglich?
Ja: Erwachsene Garnelen werden meist nicht gefressen, einzelne Jungtiere können aber verloren gehen. Viel Moos im Aquarium bietet dem Nachwuchs Verstecke.
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