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Inhalt
Aussehen und Wesen
Die Fächergarnele (Atyopsis moluccensis), im Handel auch Molukken- oder Bambusgarnele, lebt in strömenden Flüssen Südostasiens. Sie wird etwa 8 cm groß, hat einen kräftigen braunen bis rötlichen Körper mit hellem Rückenstreifen und statt Scheren Borstenfächer, mit denen sie Partikel aus dem Wasser filtert.
Es ist faszinierend, wie sie auf einem Ast sitzt, der Strömung zugewandt, und ihre Fächer öffnet und schließt. Trotz ihrer Größe ist sie völlig friedlich und stört weder Fische noch andere Garnelen. Eine Einsteigergarnele ist sie aber nicht: Sie braucht ein eingefahrenes Becken mit Strömung und Schwebfutter, und viele verhungern in zu sauberen oder zu neuen Aquarien.
Pflege und Aquarium
Ob sie überlebt, hängt davon ab, dass genug Schwebstoffe ihre Fächer erreichen.
- Becken: ab 80 Litern, gut eingefahren (Monate, nicht Wochen), mit kräftigem Filter oder Strömungspumpe.
- Sitzplätze: Wurzeln, Äste oder hohe Steine in der Strömung zum Festhalten.
- Alarmzeichen: Wenn sie mit den Fächern den Boden absucht, findet sie im Wasser nicht genug Nahrung.
- Eingewöhnung: per Tröpfchenmethode. Wie alle Garnelen ist sie sehr kupferempfindlich.
- Häutung: sie versteckt sich; die Exuvie eine Weile liegen lassen, sie liefert Mineralien.
Sie verträgt sich mit kleinen bis mittelgroßen friedlichen Fischen und anderen Garnelen. Zupfende Fische (Sumatrabarben, Buntbarsche) meiden, ebenso klinisch saubere Becken mit so feiner Filterung, dass keine Schwebstoffe übrig bleiben. Im Laden darauf achten, dass das Tier aktiv filtert.
Fütterung
Sie ist ein Filtrierer und fängt Mikroorganismen und feinste Partikel. Im Aquarium mehrmals pro Woche Staubfutter für Filtrierer oder Garnelen, Spirulina oder sehr fein zermahlenes Futter zugeben, bei laufendem Filter oberhalb ihres Sitzplatzes ins Wasser geben. Ein eingefahrenes, bepflanztes Becken liefert einen Teil dieser Nahrung von selbst. Ein zu sauberes Becken ist für sie gefährlicher als ein wenig Mulm.
Fortpflanzung
Im Süßwasseraquarium vermehrt sie sich nicht. Weibchen tragen zwar mitunter Eier, die Larven brauchen jedoch Brackwasser und sterben im Süßwasser. Fast alle Tiere im Handel sind Wildfänge; deshalb verantwortungsvoll kaufen und die Garnele ihr ganzes Leben lang gut pflegen. Beim Kauf auf Tiere achten, die aktiv mit den Fächern filtern, und blasse oder träge Garnelen meiden.
Passende Mitbewohner
Arten aus unserer Datenbank, die bei Wasserwerten, Größe und Verhalten zu Fächergarnele passen. Berechnet aus den Daten der einzelnen Steckbriefe.
Antennenwels Ancistrus sp. 100 l · 22–27 °C
Bitterlingsbarbe Puntius titteya 60 l · 23–27 °C
Rennschnecke Neritina natalensis 20 l · 22–28 °C
Geweihschnecke Clithon corona 20 l · 22–28 °C
Metallpanzerwels Corydoras aeneus 80 l · 22–27 °C
Zebrabärbling Danio rerio 60 l · 18–25 °C
Guppy Poecilia reticulata 54 l · 22–28 °C
Platy Xiphophorus maculatus 60 l · 20–26 °C
Keilfleckbärbling Trigonostigma heteromorpha 60 l · 22–27 °C
Glühkohlensalmler Hyphessobrycon amandae 40 l · 23–28 °C
Neonsalmler Paracheirodon innesi 60 l · 20–26 °C
Pandapanzerwels Corydoras panda 60 l · 20–25 °C Prüfe die Verträglichkeit deines ganzen Aquariums →
Nicht vergesellschaften mit
Beliebte Arten, die du nicht mit Fächergarnele zusammen halten solltest – und warum.
- Sumatrabarbe: frisst Garnelen
- Siamesischer Kampffisch: frisst Garnelen
- Goldfisch: frisst Garnelen
- Diskusfisch: unverträgliche Temperaturen, frisst Garnelen
- Skalar: frisst Garnelen
- Gelber Labidochromis: unverträglicher pH-Wert, frisst Garnelen
- Prachtschmerle: frisst Garnelen
- Oranda: frisst Garnelen
Empfohlene Ausstattung
Was du für eine gute Haltung von Fächergarnele brauchst, abgeglichen mit dem Angebot bei Amazon.
Häufige Fragen
Wie viele Liter braucht man für Fächergarnele?
Mindestens etwa 80 Liter. Mehr Platz hilft immer, die Wasserwerte stabil zu halten.
Welche Wassertemperatur braucht man für Fächergarnele?
Zwischen 22 und 28 °C bei einem pH-Wert von 6.5 bis 7.5.
Mit welchen Fischen lässt sich Fächergarnele vergesellschaften?
Nach Wasserwerten, Größe und Verhalten passen Arten wie Antennenwels, Bitterlingsbarbe, Rennschnecke, Geweihschnecke und Metallpanzerwels. Mit unserem Verträglichkeitsrechner kannst du dein ganzes Aquarium prüfen.




