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Inhalt
Aussehen und Wesen
Der Blood Parrot kommt in der Natur nicht vor. Er ist eine Ende der 1980er-Jahre in Taiwan gezüchtete Hybride, vermutlich aus mittelamerikanischen Buntbarschen wie Amphilophus citrinellus und Arten der Gattungen Vieja oder Heros. Die genaue Kreuzung wurde nie veröffentlicht, der wissenschaftliche Name ist also nur eine Handelsbezeichnung.
Der runde Körper und das winzige, nie ganz schließende „lächelnde“ Maul sind Fehlbildungen, die durch Zucht fixiert wurden. Die Wirbelsäule ist verkürzt, er schwimmt unbeholfen und hat Mühe beim Fressen und bei der Verteidigung. Zudem werden manche Tiere gefärbt oder tätowiert verkauft, eine Tierquälerei, die man nicht unterstützen sollte. Trotzdem ist er gesellig und langlebig; wer ihn hält, sollte wissen, worauf er sich einlässt.
Pflege und Aquarium
Er wirkt friedlich, wird aber etwa 20 cm groß und ist massig: Rechnen Sie mit 200 Litern für ein bis zwei Tiere, für eine Gruppe mehr. Er mag stabiles, etwa neutrales, sauerstoffreiches Wasser und eine kräftige Filterung, da er viel Abfall produziert.
- Einrichtung: Sand oder feiner Kies, große Höhlen und freier Schwimmraum. Er gräbt und verschiebt Gegenstände.
- Pflanzen: Anubias, Javafarn und Schwimmpflanzen; eingepflanzte Arten werden oft ausgegraben.
- Vergesellschaftung: revierbildend, wegen des Mauls aber ein schlechter Kämpfer. Passend sind mittelgroße, ruhige Fische wie große Salmler, große Barben oder Harnischwelse; aggressive Buntbarsche meiden. Garnelen und kleine Fische werden gefressen.
- Typische Fehler: gefärbte Tiere kaufen, Haltung in 60 Litern oder mit Oskars und Malawis.
Eingefahrenes Becken, Heizer und wöchentlich 25-30 % Wasserwechsel sind Pflicht.
Fütterung
Er ist ein gefräßiger Allesfresser, kann mit dem verformten Maul aber schlecht zubeißen. Geben Sie kleines, langsam sinkendes Granulat und Frostfutter wie Artemia oder Mysis, das er einsaugen kann. Spezielles Blood-Parrot-Futter mit Astaxanthin intensiviert das Rot auf natürliche Weise. Füttern Sie zweimal täglich kleine Portionen und achten Sie darauf, dass er wirklich etwas abbekommt, denn schnelle Mitbewohner sind ihm überlegen.
Fortpflanzung
Paare finden sich, putzen einen Stein und das Weibchen legt Eier, die beide energisch verteidigen. Allerdings sind die meisten Männchen unfruchtbar, sodass die Eier weiß werden und verpilzen. Nur gelegentlich ist ein Gelege befruchtet. In der Praxis ist er kein Fisch für die Zucht zu Hause, und es gibt keinen guten Grund, weitere Hybriden mit angeborenen Gesundheitsproblemen zu erzeugen.
Passende Mitbewohner
Arten aus unserer Datenbank, die bei Wasserwerten, Größe und Verhalten zu Blood Parrot (Papageienbuntbarsch) passen. Berechnet aus den Daten der einzelnen Steckbriefe.
Antennenwels Ancistrus sp. 100 l · 22–27 °C
Rennschnecke Neritina natalensis 20 l · 22–28 °C
Geweihschnecke Clithon corona 20 l · 22–28 °C
Prachtschmerle Chromobotia macracanthus 500 l · 25–30 °C
Schwertträger Xiphophorus hellerii 120 l · 22–27 °C
Streifenhechtling Aplocheilus lineatus 100 l · 22–27 °C
Riesenbärbling Devario aequipinnatus 240 l · 20–26 °C
Skalar Pterophyllum scalare 200 l · 24–29 °C
Mosaikfadenfisch Trichopodus leerii 120 l · 24–28 °C
Purpurprachtbarsch Pelvicachromis pulcher 80 l · 24–28 °C
Paradiesfisch Macropodus opercularis 80 l · 16–26 °C
Clown-Harnischwels (L104) Panaqolus maccus 80 l · 24–28 °C Prüfe die Verträglichkeit deines ganzen Aquariums →
Nicht vergesellschaften mit
Beliebte Arten, die du nicht mit Blood Parrot (Papageienbuntbarsch) zusammen halten solltest – und warum.
- Bitterlingsbarbe: einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Sumatrabarbe: einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Siamesischer Kampffisch: einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Metallpanzerwels: einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Pandapanzerwels: unverträgliche Temperaturen, einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Zebrabärbling: unverträgliche Temperaturen, einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Guppy: einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Zwergfadenfisch: einer kann den anderen wegen der Größe fressen
Empfohlene Ausstattung
Was du für eine gute Haltung von Blood Parrot (Papageienbuntbarsch) brauchst, abgeglichen mit dem Angebot bei Amazon.
Häufige Fragen
Wie viele Liter braucht man für Blood Parrot (Papageienbuntbarsch)?
Mindestens etwa 200 Liter. Mehr Platz hilft immer, die Wasserwerte stabil zu halten.
Welche Wassertemperatur braucht man für Blood Parrot (Papageienbuntbarsch)?
Zwischen 24 und 28 °C bei einem pH-Wert von 6.5 bis 7.8.
Mit welchen Fischen lässt sich Blood Parrot (Papageienbuntbarsch) vergesellschaften?
Nach Wasserwerten, Größe und Verhalten passen Arten wie Antennenwels, Rennschnecke, Geweihschnecke, Prachtschmerle und Schwertträger. Mit unserem Verträglichkeitsrechner kannst du dein ganzes Aquarium prüfen.
Blood Parrot (Papageienbuntbarsch): Ist die Haltung mit Garnelen möglich?
Nicht empfehlenswert: Wegen der Größe oder aus Instinkt werden Garnelen gefressen.
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