Wenn du über unsere Links kaufst, erhalten wir von Amazon eine kleine Provision, für dich ohne Mehrkosten. So finanzieren wir die Website. So wählen wir aus.
Inhalt
Aussehen und Wesen
Der Moskitobärbling gehört zu den kleinsten Fischen der Aquaristik: Ausgewachsen misst er nur etwa 2 cm, hat einen korallenroten Körper und einen dunklen Längsstreifen, der kräftiger wird, wenn sich das Tier wohlfühlt. Er stammt aus den Torfsümpfen im Südwesten Borneos, wo das Wasser dunkel, sehr weich, sauer und von Pflanzen beschattet ist.
Beliebt ist er, weil ein gut gefärbter Schwarm vor grünen Pflanzen ein echter Hingucker ist und weil er ein Nano-Becken mit 30 bis 40 Litern in ein kleines Biotop verwandelt. Für ein frisch eingerichtetes Aquarium ist er allerdings nicht geeignet, denn er braucht stabiles, eingefahrenes Wasser. Wer den Stickstoffkreislauf schon kennt und ein ruhiges bepflanztes Nano mit Garnelen plant, trifft mit ihm eine ausgezeichnete Wahl.
Pflege und Aquarium
Ein gut eingefahrenes Becken ab 30 Litern reicht für einen Schwarm von 10 bis 15 Tieren, in 50 bis 60 Litern verhält sich die Gruppe aber deutlich natürlicher. Wichtiger als das Volumen ist die Stabilität: Setze die Fische erst in ein Aquarium ein, das seit mindestens zwei bis drei Monaten läuft.
- Wasser: weich und leicht sauer; mäßig hartes Leitungswasser wird toleriert, wenn es stabil ist, doch mit aufgehärtetem Osmosewasser werden die Farben schöner.
- Einrichtung: dichte Bepflanzung, Moose, Schwimmpflanzen zum Dämpfen des Lichts, Seemandelbaumblätter und dunkler Bodengrund.
- Filter: sanft und mit verteiltem Auslauf, denn starke Strömung mögen sie nicht.
- Mitbewohner: Zwerggarnelen, Schnecken, Ohrgitterharnischwelse, Zwergpanzerwelse oder andere Boraras-Arten. Schnelle oder große Fische, die sie einschüchtern oder fressen, sind ungeeignet.
Der häufigste Fehler ist der Kauf für ein neues Becken oder eine Gruppe von nur vier oder fünf Tieren: Sie verstecken sich, verblassen und erkranken leicht. Mache kleine, regelmäßige Wasserwechsel und vermeide plötzliche Schwankungen bei Temperatur oder pH-Wert.
Fütterung
Der Moskitobärbling ist ein Mikroräuber, der in der Natur Zooplankton, Larven und winzige Insekten frisst. Im Aquarium nimmt er zerriebenes Flockenfutter und sehr feines Granulat, sollte aber oft kleines Lebend- oder Frostfutter bekommen, etwa frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien, Daphnien, Cyclops oder gehackte Mückenlarven. Füttere zweimal täglich winzige Portionen, denn sein Maul ist sehr klein und Futterreste belasten ein Nano schnell.
Fortpflanzung
Die Art legt fast ständig einzelne Eier zwischen Moose und feinfiedrige Pflanzen und betreibt keine Brutpflege. In einem dicht bepflanzten Artbecken ohne andere Fische kommt im Moos immer wieder Nachwuchs von selbst hoch. Für eine gezielte Zucht setzt du eine kleine Gruppe in ein Becken mit Javamoos und weichem Wasser, nimmst die Elterntiere nach einigen Tagen heraus und fütterst die Jungfische zuerst mit Infusorien und danach mit Artemia-Nauplien.
Passende Mitbewohner
Arten aus unserer Datenbank, die bei Wasserwerten, Größe und Verhalten zu Moskitobärbling passen. Berechnet aus den Daten der einzelnen Steckbriefe.
Antennenwels Ancistrus sp. 100 l · 22–27 °C
Metallpanzerwels Corydoras aeneus 80 l · 22–27 °C
Zebrabärbling Danio rerio 60 l · 18–25 °C
Bitterlingsbarbe Puntius titteya 60 l · 23–27 °C
Pandapanzerwels Corydoras panda 60 l · 20–25 °C
Amanogarnele Caridina multidentata 40 l · 18–28 °C
Red Cherry Garnele Neocaridina davidi 20 l · 18–27 °C
Ohrgitter-Harnischwels Otocinclus vestitus 60 l · 21–26 °C
Schmetterlingsbuntbarsch Mikrogeophagus ramirezi 60 l · 26–30 °C
Glühkohlensalmler Hyphessobrycon amandae 40 l · 23–28 °C
Neonsalmler Paracheirodon innesi 60 l · 20–26 °C
Keilfleckbärbling Trigonostigma heteromorpha 60 l · 22–27 °C Prüfe die Verträglichkeit deines ganzen Aquariums →
Nicht vergesellschaften mit
Beliebte Arten, die du nicht mit Moskitobärbling zusammen halten solltest – und warum.
- Sumatrabarbe: einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Siamesischer Kampffisch: einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Goldfisch: einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Diskusfisch: unverträgliche Temperaturen, einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Skalar: einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Zwergfadenfisch: einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Gelber Labidochromis: unverträglicher pH-Wert, unverträgliche Wasserhärte, einer kann den anderen wegen der Größe fressen
- Prachtschmerle: einer kann den anderen wegen der Größe fressen
Empfohlene Ausstattung
Was du für eine gute Haltung von Moskitobärbling brauchst, abgeglichen mit dem Angebot bei Amazon.
Häufige Fragen
Wie viele Liter braucht man für Moskitobärbling?
Mindestens etwa 30 Liter für eine Gruppe von mindestens 10 Tieren. Mehr Platz hilft immer, die Wasserwerte stabil zu halten.
Welche Wassertemperatur braucht man für Moskitobärbling?
Zwischen 22 und 28 °C bei einem pH-Wert von 5 bis 7.
Mit welchen Fischen lässt sich Moskitobärbling vergesellschaften?
Nach Wasserwerten, Größe und Verhalten passen Arten wie Antennenwels, Metallpanzerwels, Zebrabärbling, Bitterlingsbarbe und Pandapanzerwels. Mit unserem Verträglichkeitsrechner kannst du dein ganzes Aquarium prüfen.
Moskitobärbling: Ist die Haltung mit Garnelen möglich?
Ja: Erwachsene Garnelen werden meist nicht gefressen, einzelne Jungtiere können aber verloren gehen. Viel Moos im Aquarium bietet dem Nachwuchs Verstecke.
Das könnte dich auch interessieren
SteckbriefKeilfleckbärbling
SteckbriefEspes Keilfleckbärbling
SteckbriefHengels Keilfleckbärbling- RatgeberNano-Aquarium einrichten: Technik, Besatz und Pflege
VergleichNano-Aquarien
VergleichSchwammfilter fürs Aquarium- RechnerVerträglichkeitsrechner
- RatgeberWie viele Fische passen ins Aquarium? Besatz richtig planen