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Inhalt
Aussehen und Wesen
Riccia (Riccia fluitans), auf Deutsch Teichlebermoos oder Flutendes Sternlebermoos, ist weder ein Laubmoos noch eine bewurzelte Pflanze, sondern ein Lebermoos: ein hellgrüner Thallus aus winzigen, Y-förmig gegabelten Ästchen. Es lebt in Teichen und stehenden Gewässern fast weltweit, auch in Europa, und treibt knapp unter der Oberfläche.
In der Aquaristik wird es auf zwei Arten genutzt: als Schwimmpflanze, die Jungfischen und Garnelen Deckung bietet und Nährstoffe bindet, oder auf Steinen und Gittern befestigt als leuchtend grüner Teppich, der bei gutem Licht und CO2 mit Sauerstoffperlen übersät ist. Takashi Amano machte es in seinen Naturaquarien berühmt.
Pflege und Aquarium
Als Schwimmpflanze ist Riccia sehr einfach, als Teppich anspruchsvoller: gutes Licht, CO2 und regelmäßige Pflege, denn sie löst sich gern und treibt auf.
- Licht: mittel bis hoch. Bei wenig Licht wird sie blass und zerfällt.
- CO2: schwimmend optional; für untergetauchte Teppiche dringend empfohlen.
- Bodengrund: nicht nötig, sie hat keine Wurzeln und nimmt alles aus dem Wasser auf.
- Befestigen: eine dünne Schicht auf einen flachen Stein legen und mit Nylonfaden oder Edelstahlgitter fixieren. Wird die Schicht dick, fault die Unterseite.
- Platzierung: schwimmend in einer strömungsarmen Ecke oder gebunden im hellen Vordergrund.
Größter Nachteil: Lose Stückchen landen im Filter, verfangen sich in anderen Pflanzen oder nehmen Licht weg. Überschuss wöchentlich abkeschern. Fische, die stark daran zupfen, wie manche Barben und Goldfische, sind ungeeignet.
Düngung und Rückschnitt
Sie nimmt Nährstoffe direkt aus dem Wasser auf; ein ausgewogener Flüssigdünger genügt, in dicht besetzten Becken oft gar nichts. Gebunden alle 2-3 Wochen zurückschneiden oder alle ein bis zwei Monate komplett neu aufbinden, da sie sich beim Dickerwerden abhebt. Schwimmend die Hälfte entfernen, sobald sie zu viel Oberfläche bedeckt.
Vermehrung
Sie vermehrt sich durch einfache Fragmentierung: Jedes Stückchen verzweigt sich und wächst selbstständig weiter und kann bei gutem Licht sein Volumen in ein bis zwei Wochen verdoppeln. Zum Vermehren einfach eine Handvoll in ein anderes Becken oder auf einen anderen Stein geben. Deshalb niemals in den Abfluss oder in natürliche Gewässer entsorgen.
Empfohlene Ausstattung
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Häufige Fragen
Wie viel Licht und CO₂ braucht man für Teichlebermoos (Riccia fluitans)?
Licht: mittel. CO₂: optional (hilft). Wachstum: schnell.
Ist sie eine gute Pflanze für Einsteiger?
Gut machbar, wenn du ordentliches Licht hast und regelmäßig düngst.
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